Female

Future

Talks und stories

Gerade in dieser Zeit möchten wir für euch da sein und haben deshalb die Female Future Talks und die Female Future Stories ins Leben gerufen. 

 

Was dich beim Female Future Talk erwartet?

 

  • Spannende Talkgäste

  • Kostenloses Ticket

  • Ansichten, Inspiration, Nachdenken.

Vor kurzem hat unser vorerst letzter Female Future Talk stattgefunden. Die Female Future Talks gibt es zum Nachhören auf unserem Youtube Channel und ganz bald melden wir uns mit neuen Formaten bei dir!

 

 

TalK

Verpasst?

Hier haben wir zwei unserer Female Future Talks für dich zum Nachhören. Klick doch auch rein in unseren Youtube Channel, dort haben wir noch mehr Interview für dich! Viel Spaß!

Female Future Stories

Geschichten von starken Frauen. Frauen, die Krisen in Chancen umwandeln. Frauen, die Mut machen und inspirieren. 

 

#femalefuturestory1

Sarah Blümel, Gründerin und Mama

E-Mails schreiben und nebenbei stillen, Kundentermine souverän mit Baby in der Trage abhalten und Anfragen um 3 Uhr morgens beantworten, weil man sowieso gerade wach ist: So hat der Start ins Unternehmerinnen-Dasein für Sarah Blümel ausgesehen. Die PR-Strategin hat nur 12 Wochen nach der Geburt ihres Sohnes den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ihre Werbeagentur Tatenfroh PR gegründet. Die gebürtige Salzburgerin lebt in Innsbruck und hat sich auf Texte für das Online-Universum spezialisiert: Sarah sorgt dafür, dass Websites, Blogs und Social-Media-Kanäle zu richtigen Kundenmagneten werden. Ihr Business ist gut angelaufen, jetzt in der Krise aber steht sie wie viele andere Selbstständige auch vor einer riesigen Herausforderung. Sie hat uns verraten, wie sie damit umgeht, was sie antreibt und warum ausgerechnet Cher ihr großes Vorbild in Finanzfragen ist. 

 

Sarah, du hast erst vor kurzem gegründet. Was war deine persönliche Ambition?

 

Einmal mein eigenes Unternehmen zu führen war schon lange mein großes Ziel. Komplett eigenverantwortlich zu arbeiten hat mich besonders gereizt ­– auch wenn es gleichzeitig ganz schön einschüchternd ist, wenn man aus einem sicheren Angestelltenverhältnis kommt, wo Chef oder Chefin letztendlich die Verantwortung tragen. Ich war nach dem Studium in Werbeagenturen und für Unternehmen im Marketing tätig, also eine Branche, in der 9 to 5 eher die Ausnahme ist. Es war für mich also eine große Umstellung, von einem Tag auf den anderen nicht mehr ins Büro zu gehen, sondern allein daheim beim Baby zu bleiben. Nach knapp drei Monaten als Vollzeit-Mama habe ich dann den Schritt gewagt und mit meinem kleinen Sohn am Schoß bei der WKO mein Gewerbe angemeldet, weil ich mir gedacht habe, warum nicht beides sein – Jungmama und Unternehmerin? Ab dem Zeitpunkt hatte ich zwei Babys, und noch habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit trotz der Doppelbelastung nicht bereut. 

 

Die Corona Krise ist derzeit für viele junge Unternehmerinnen eine Herausforderung. Wie gehst du damit um?

 

Es war ein ziemlicher Schlag. Insgesamt drei meiner vier wichtigsten Kundinnen sind direkt von der Krise betroffen, womit es mich indirekt natürlich auch betrifft. Im März habe ich deshalb zunächst beschlossen, mein Unternehmen ruhend zu legen und mich beim AMS arbeitslos zu melden. Der Entschluss hat mich aber ziemlich traurig gemacht, es hat sich nicht richtig angefühlt. Nach drei Tagen intensivem Nachdenken und einem bestärkenden Telefonat mit einer großartigen Unternehmerin, zu der ich sehr aufsehe,  hab ich dann irgendwann „Sch*** drauf“ gemurmelt, mich vor den Laptop gesetzt und überlegt, mit welchem Online-Angebot ich jetzt schnell und unkompliziert anderen Unternehmern helfen kann. Daraus ist innerhalb von 48 Stunden meine Website www.tatenfroh.at entstanden, obwohl ich keine Ahnung von Webdesign habe. Aber in dem Moment hatte ich einfach keine Zeit, darüber nachzudenken, dass ich das eigentlich nicht kann – und schon war die Seite online. Seitdem passieren viele gute Dinge, dieses Gespräch zum Beispiel. 

 

Deine persönlichen Gedanken - was macht dir jetzt Mut, um weiterhin durchzuhalten? 
Ganz ehrlich?

 

Ich würde jetzt gerne sagen, dass es die Gewissheit ist, dass alles wieder wie früher wird und sich unsere Wirtschaft sicher schnell erholt – aber es ist genau das Gegenteil, das mich gerade antreibt: die Ungewissheit. Niemand kann vorhersagen, wann wir wieder zu unserem gewohnten Alltag finden, wann die Geschäfte wieder öffnen und die Menschen in ihre Jobs zurückkehren können. Einerseits ist das ziemlich beängstigend, andererseits liegt darin viel Gutes, denn daraus ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten. Die Karten werden neu gemischt, einen derart gewaltigen Umbruch in unserer Art zu arbeiten, zu konsumieren und zu leben hat es seit der Nachkriegszeit nicht gegeben. Wenn man es von dieser Perspektive sieht, wird einem klar, welche Chancen genau jetzt auf uns warten. Wir müssen uns nur auf das Abenteuer einlassen.  

 

Wenn du einen Wunsch in die Zukunft 2021 senden könntest - welcher wäre das?

 

Wir haben derzeit die höchste Arbeitslosenquote seit 1945, hoffentlich normalisieren sich die Zahlen bald wieder. Ansonsten wünsche ich mir, dass wir zurückschauen und stolz sagen können, dass wir das Beste aus der Krise gemacht haben. Meine Großeltern sind beide über 80 Jahre alt und gehören zur Risikogruppe, deshalb haben wir ein striktes Kontaktverbot. Ihre Reaktion darauf? Sie haben in ein anständiges Smartphone investiert, um mit uns Enkeln und Urenkeln per Facetime in Kontakt zu bleiben und sind mittlerweile Profis im Video-Telefonieren und Whatsappen. Ich fände es großartig, wenn wir nächstes Jahr im Frühling gemeinsam vor einem Café in der Sonne sitzen und uns die schönen Geschichten erzählen, die aus der jetzigen Situation heraus entstanden sind.  

 

Dein persönliches Lieblingszitat? 

 

Ganz eindeutig Cher mit „Mom, I am a rich man!“. In einem Interview hat sie einmal erzählt, dass ihre Mutter ihr geraten hat, häuslich zu werden und einen reichen Mann zu heiraten – und das war Chers Antwort darauf. Wir dürfen nie vergessen, wie wichtig es für Frauen ist, finanziell unabhängig zu sein. Das Zitat erinnert mich daran, dass ich nur wirklich frei leben kann, wenn ich mein eigener reicher Mann bin. 

 

Was möchtest du unserer Female Future Festival Community unbedingt mit auf den Weg geben?

 

Die Gewissheit, dass JETZT der richtige Zeitpunkt ist. Egal, was du dir vorgenommen hast, geh es jetzt an – du weißt nicht, was morgen ist, konzentriere dich deshalb lieber auf heute. Manche Dinge passieren einfach, aber du kannst mehr kontrollieren, als du glaubst, wenn du die Zügel in die Hand nimmst. Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, wie sehr ich mich auf das Festival im Oktober freue, hoffentlich sehen wir uns da!

Kontakt

© 2020 W3